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(Dönek)

DÖNEK

Von Dr. Türker Savas

Dr. T. Savas Logo



(Dr. Türker Savas aus Tekirdag in der Türkei ist Hochschullehrer in den Agrarwissenschaften. Sein Fach ist Tierzucht und -Haltung. Im Sommer 2000 war er für 3 Monate in Deutschland wo er an einem wissenschaftlichen Projekt an der Universität Kiel gearbeitet hat. Er wollte für unsere Internetseite auch einen Beitrag leisten und hat uns zur Veröffentlichung diesen Artikel geschrieben.)

Diese Rasse ist in Europa und in Amerika als Dunek und Donek bekannt. Der korrekte Name dieser Taubenrasse ist allerdings Dönek und bedeutet in Türkisch "Dreher". Sie stammt, wie der Kelebek aus Westanatolien. Döneks werden überwiegend in den Städten Izmir, Denizli, Bursa und der Umgebung gezüchtet. Im weiteren gibt es auch noch paar Kleinstädte wie z.B. in Westanatolien Ayvalik und in Thrakien Kesan und Malkara, in denen fast nur diese Rasse gezüchtet wird.

Körperform und Biologie

Es sind mittelgroße Tauben. Wegen ihrer relativ langen Schwanzfedern wirken sie auch im ganzen länger. Der Schwanz besteht meistens aus vierzehn Federn und ist, wenn auch nicht wie beim Kelebek, dachförmig. Die Flügel werden stets auf dem Schwanz getragen. Die Rasse hat auch eine größere Flügelspannweite als die meisten gleich großen Rassen. Sie haben einen verhältnismäßig langen Schnabel. Die Läufe wirken hingegen kurz. Diese Rasse kommt nur glattköpfig und mit unbefiederten Läufen vor.
Die behosten oder bestrümpften Tiere sind Mazedonische bzw. Jugoslawische Döneks wie sie in der Türkei genannt werden. Die Türkischen und Mazedonischen Döneks sind keine identischen Rassen. Höchstwahrscheinlich gehen sie jedoch auf die gleiche Stammrasse zurück. Vermutlich haben auch die Kelebeks und die Griechischen Wutas die gleiche Abstammung. Da sie aber seit Jahrzehnten isoliert voneinander gehalten werden, haben sich auch einige Merkmale unterschiedlich entwickelt. Genannt sei die Fußbefiederung der Mazedonischen Döneks. Auch in der Türkei tauchen seit einigen Jahren bestrümpfte oder behoste Tiere auf, die auf die wenigen importierten Tiere aus dem ehemaligen Jugoslawien zurückgeführt werden können.
Döneks kommen in fast allen Farben vor. Die meisten sind Schwarzschecken mit einem weißen Kopf. Wenn der Schwanz auch weiß ist, werden sie "Galatscha" genannt, sonst nennt man sie "Baska". Auch die Blauschecken mit schwarzen Flügelbändern oder gehämmert kommen oft vor. Die seltenste Farbe ist rezessiv Rot, die egal ob gescheckt oder einfarbig "Schakal" genannt wird.

Verschiedene Türkische Flugtauben

Verschieden Türkische Flugtauben (Dönek, Thrakien Roller, Bursa Roller)


Im Schlag sind sie zwar nervös, aber vor dem Schlag auf dem Boden benehmen sie sich wie Hühner. Sie können mit einem Stock ganz einfach getrieben werden. Von selbst starten sie nie, es sei denn sie werden verjagt. Daher ist es ziemlich einfach diese Tiere zu dressieren. Jedoch ist die Flugleistung nicht zu unterschätzen. Sie sind sehr tüchtige Flieger.

Flugstil

Meistens werden sie einzeln aus dem Schlag gestartet. Wenn vor dem Schlag kein anderes Tier ist, landen sie nie von selbst. Sie gewinnen ziemlich schnell an Höhe. Wenn sie dann die Dropper sehen, beginnen mit einem Sturzflug, wobei sie sich auf der Schnabel-Schwanzachse mit hoher Geschwindigkeit drehen; einige mit relativ offenen Flügeln, andere mit geschlossenen Flügeln. Die meisten drehen sich mit ein viertel geöffneten Flügeln. Das Zuchtziel dieser Rasse ist eine lang dauernde Drehung im Sturzflug mit einer hohen Geschwindigkeit. Die Döneks sind also keine reinen Sturzflugtauben wie die Wutas oder Wammen. Für diese Rasse ist "Drehsturztaube" ein besserer Begriff.

Training

Jungtiere dieser Rasse können leichter zum Fliegen gebracht werden als Jungtiere vieler anderer Rassen. Das hat allerdings auch einen Nachteil und zwar heben die Jungtiere sich schnell ab, steigen auch sehr schnell in große Höhen. Da sich bei ihnen jedoch der Orientierungssinn noch nicht entwickelt hat und sie auf alles was flattert reagieren, gehen sie auch schnell verloren. Besonders Wildtauben sorgen für Verwirrung bei den Jungtauben. Sie zusammen mit erfahrenen Tauben zu starten nutzt auch nicht viel. Denn wenn gedroppt wird, stürzt sich die erfahrene Taube, die ja schon auf den Dropper nachsieht zum Boden, das Jungtier kann nicht so schnell reagieren und bleibt oben, wobei es in den meisten Fällen einfach weiterzieht. In solchen Fällen ist es zu raten möglichst viele Alttiere zu starten. Allerdings sollten die Alttiere in unteren Höhen bleiben. Am besten ist es, nicht zu früh mit dem Jungtiertraining anzufangen. Je älter sie sind desto weniger ist die Gefahr des Verlorengehens. Mit einer entsprechenden Diätfütterung würde es auch keinerlei Nachteile hinsichtlich der Flug-, Sturz- und Drehleistung geben.
Beim Training fliegen die Jungtauben mit einer erfahrenen Taube. In Izmir werden dafür häufig Mövchentauben, die "Azman" genannt werden, eingesetzt. Das sind ebenfalls dressurfähige Sturzflugtauben, die allerdings nicht so hoch fliegen. Wenn das Jungtier die Umwelt seines Schlages kennengelernt hat, kann man auf das Sturzflugtraining übergehen. Das Jungtier muß zuerst mit einem Zeichen (Händeklatschen oder -winken, pfeifen etc.) vertraut gemacht werden. Dieses Signal bedeutet für ihn "Achtung, gleich werden die Dropper freigelassen". Wenn die Tauben im Flug die entsprechende Position zum Schlag oder Boden eingenommen haben (das ist ungefähr 45° zum Schlag bzw. Boden) kommt zuerst das Zeichen (immer das gleiche Signal verwenden) und dann werden die oder der Dropper gezeigt.

Am besten ist es, gleichzeitig zwei Tiere fliegen zu lassen. Zwar kann eine Taube besser kontrolliert und gedroppt werden, einzeln Fliegen sie jedoch nicht hoch genug. Andererseits ist es schwierig mehr als zwei Tauben zur entsprechenden Sturzposition zu bringen.

Dr. T. Savas mit einigen seiner Flieger

Dr. T. Savas mit einigen seiner Flieger

 

Copyright November 2004 © by Dr.Türker Savas Türkey

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