Tauben-Informationen
 
  Übersicht
  Meine tauben
  Körperbau
  Haltung
  Rassen
  => (Dönek)
  => Kelebek tauben
  => Orientalische Roller
  => Sturzflug Tauben
  => Budapester hochflieger
  => Arader Tümmler
  => Agaran Tümmler
  => Katalanischen Tümmler
  => Wiener Hochflieger
  => Türkische Dolabci
  => Birmingham Roller
  => Kursker Hochflieger
  => Serbische Hochflieger
  => Danziger Hochflieger
  => Tauben in Kosovo
  => Budapester Kiebitzer
  => Adana Wammentauben
  => Haustauben
  => Brieftauben
  => Stadttauben
  Takla Bilder
  Wammentauben Bilder
  Wie ist die Seite(Umfrage)
  Gästebuch
  News
  google
Budapester hochflieger

Budapester Hochflieger

Von Manfred Biringer, Fürstenfeldbruck

Budapest Pesti Kék - Pester blaue &Schimmel

Budapester Hochflieger in Pesti Kék - Pester blaue und Schimmel
Alle Bilder von Josef Heiserer, Rottenbuch-Bayern


Abstammung

Ungarn (ungarisch Magyarország), Republik im Südosten Mitteleuropas, die im Norden an die Slowakei, im Nordosten an die Ukraine, im Osten an Rumänien, im Süden an Jugoslawien, an Kroatien sowie Slowenien und im Westen an Österreich grenzt. Die Hauptstadt Budapest ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Ungarns. Zu den wichtigsten Wirtschaftsbranchen der Stadt zählen der Schiffsbau und die Metallverarbeitung.
Ungarn ein wohlbekanntes Urlaubsland mit gastfreundlichen und fröhlichen Menschen, gleichzeitig auch ein Land in dem der Hochflugtaubensport zu Hause ist und eine sehr alte Tradition hat, wo eine Vielzahl verschiedenartiger Taubenrassen entstanden sind. Was wäre unsere kleine Taubenwelt ohne die Verdienste ungarischer Züchter ?

Budapester

Budapester Hochflieger

Die Familie der Budapester

Unter den vielen ungarischen Taubenrassen gibt es auch die Familie der Budapester Hochflieger. Ja die Familie, denn es gibt eine Vielzahl an Variationen der Budapester. Die wohl bekanntesten sind die Budapester gestorchten und kranzhalsigen Hochflieger, die vom gesamten Erscheinungsbild nur wenig vom Wiener Hochflieger abweichen.

Die gestorchten Budapester

Die gestorchten Budapester (ungarisch Budapesti magasröptü golyàs keringö) wurden 1906 von den Gebrüder Pöltl aus Budapest erzüchtet. Dabei kreuzten sie Wiener Tümmler (Grüne Dunkelstörche), Budapester Schimmel, Szegediner Tümmler und Danziger Hochflieger. Die Nachkommen verkörperten zunächst reine Flugtiere, die in großen, fest geschlossenen Schwärmen mit schnellem Flügelschlag analog zu den Wiener Hochfliegern hoch und mehrere Stunden lang flogen. Ein Standard wurde für diese Rasse erst 1943 geschaffen und 1957 verfeinert. Es handelt sich um schlanke, mittelgroße und temperamentvolle Tümmlertauben, deren mäßig aufgerichteter Körper zum Schwanz hin leicht abfällt. Der Kopf ist glatt und ohne Haube, langgestreckt, die Stirn nur wenig hoch, die Kopfplatte schön gewölbt mit rundem abfallenden Nacken. Der mittellange, schwarzgraue Schnabel wird etwas nach unten geneigt und der Stirnlinie folgend getragen. Die Schnabelwarzen sind länglich und glatt. Die Augen zeigen blaugraue Iriden mit einigen kleinen, rötlichen Adern. Die Augenränder sind zweireihig, aber trotzdem schmal, zudem feingewebt, glatt und blaugrau bis schwärzlich gefärbt. Der Hals ist mittellang, die Kehle gut ausgeschnitten. Die leicht hervorstehende Brust ist breit und muskulös, wird ferner etwas angehoben getragen. Die Schwingen ruhen auf dem Schwanz, dessen Ende sie fast erreichen. Der Schwanz ist schmal und besteht aus 12 Federn Die Beine sind gut mittellang, Laufe und Zehen unbefiedert, die Krallen grauschwarz. Bei weißer Zeichnung fallen die Schwung- und Steuerfedern grau-schwarz gesäumt aus. Anerkannt sind auch Weißschwänze.

Budapest

Budapester Hochflieger

Die kranzhalsigen Budapester Hochflieger

Die kranzhalsigen Budapester Hochflieger (Budapest koszorusnyaku keringö) sind wiederum nahe Verwandte des Wiener Hochfliegers und vorzügliche Flugtauben, die sehr hoch und lange fliegen. Ihr Flugstil ist recht temperamentvoll, wenngleich sie nicht in den typischen Achterkurven der Wiener fliegen. Die Kranzhalsigen werden auch nach dem Standard der gestorchten Budapester Hochflieger bewertet. Die Augenränder sind zart und schmal. Die Grundfarbe ist weiß, der Kopf grau oder weiß, dabei mit einigen kleinen, grauen Federn durchsetzt. Hals und Brust sind bis zu ihrer Mitte stark mit blauen oder aschgrauen Federn durchwoben und glänzen metallisch. In diesem sogenannten "Kranz" sind auch weiße Federn vorhanden. Die Schwungfedern sind grau oder laufen grau aus. Die Steuerfedern können grau gesäumt oder auch rein weiß sein. Auch kranzhalsige weiße sind bekannt. Diese sind an Kopf, Hals und Brust wie die Kranzhalsigen gezeichnet, weisen jedoch reinweiße Schwungfedern wie auch Steuerfedern auf. Die Kranzhalsigen sind in Deutschland als Flugtauben weit verbreitet und mittlerweile auch als Ausstellungstauben häufig anzutreffen.


Geschichte der Stadt Budapest

Hauptstadt von Ungarn in malerischer Lage an der Donau, die hier das ungarische Mittelgebirge verlässt, Schnittpunkte uralter Handelswege und dadurch Handels und Verkehrszentrum 1. Ranges, kultureller Mittelpunkt des Landes, mit ca. 2,1 Mio. Einwohner ; auf dem rechten Ufer der bergige kleinere Stadtteil Buda (dt. Ofen) mit Burg und staatlichen Gebäuden, durch 6 Brücken mit dem rasch wachsenden modernen Pest, auf dem flachen linken Ufer verbunden. Zahlreiche barocke bis moderne Prachtbauten, besonders auch am Linken Donauufer, zum Beispiel: St. Stephans - Kirche. Mehrere Universitäten gegr.1625 und Hochschulen. Akademie der Künste und Wissenschaften. Museen; Größte Bäderstadt der Welt mit zahlreichen radioaktiven Mineralquellen. Mitte des 14.Jahrhunderts wurde Ofen - Buda zur Hauptstadt Ungarns. Pest blieb Handelsstadt; 1541 - 1686 standen beide Städte unter türk. Herrschaft. Danach war Ofen bis zur Gründung von Budapest Sitz der österreichischen Verwaltung. Vereinigung der ehemaligen selbstständigen Städte 1872. Aus der Zusammenlegung beider Städte, nutzten die Römer die strategische günstige Lage, die eine Militärsiedlung "Aquinum" anlegten. Der vorwiegende dt. Charakter verlor sich im 19.Jahrhudert.

Original Tier

Budapest,im Hintergrund das Parlamentgebäude und eine der 6 Brücken.


Die schneeweißen Budapester Hochflieger

Die schneeweißen Budapester Hochflieger sind nicht identisch mit dem Csepeler Schneeweißtümmler, stellen vielmehr eine Zeichnungsvariante der Gestorchten Budapester Hochflieger dar und werden figürlich nach dem gleichen Standard bewertet. Sie entstanden durch Verpaaren von sehr hellen Gestorchten, bis schließlich reinweiße Tiere fielen, die weitergezüchtet wurden.

Paar in Weiss

Paar in Weiss,bei Josef Heiserer.


Die Belatschten schneeweißen - oder Ziergestorchten Budapester Tümmler.

Die schneeweißen oder Ziergestorchten Budapester Tümmler (Budapesti tollaslabu golyas keringö) sind wie alle Budapester tümmler nahe Verwandte der Wiener tümmler.Budp.SchneeweißTümmler Ziergestorchten, sollen bis auf die Fußbefiederung weitgehend dem gestorchten Budapester tümmler entsprechen. figürlich aber etwas stärker sein. Der stets glatte Kopf ist langgezogen, die Kopfplatte flach gewölbt, das Genick steil abfallend, der mittellange Schnabel blauschwarz und etwas nach unten geneigt. Die Augen sind blaugrau, umgeben von einem zarten, glatten, bläulichen Rand. Der mittellange Hals wird senkrecht, die breite Brust etwas hervorgewölbt getragen. Der zwischen den Schultern breite Rücken fällt nach hinten ab. Die Flügel ruhen auf dem Schwanz. Die Beine sind mittellang, Läufe und Zehen sind mit 8 bis 10 cm langen weißen Federn belatscht. Zur Fußbefiederung gehören auch die etwas nach unten gerichteten Geierfedern. Bei weißer Grundfarbe laufen Schwung- und Steuerfedern grau aus. Leicht mit kleinen grauen Federn besprenkelter Hals ist kein Fehler. Es sind auch Tiere mit ganz weißem Schwanz als gleichberechtigt anerkannt. Die Aufhellungstendenz wird durch weiße Schwanzfedern unterstützt, so dass sogar schon reinweiße Tiere aufgetreten sind.


Die BELATSCHTEN WEISS

Die Budapester belatschten Schneeweißen
oder Ziergestorchten BudapesterTümmler.


Die dunkelgestorchten Budapester weißbindigen Budapester Hochflieger

Die dunkelgestorchten Budapester weißbindigen Hochflieger (Budapesti fehèrszalagos deres keringö) gleichen in der Körperform weitgehend den dunkelgestorchten Ungarischen Hochfliegern, von denen sie sich nur durch die Zeichnung unterscheiden. Kopf und Hals sind bläulich schiefergrau mit intensivem Glanz, Unterleib bis zum Schwanz und Schenkel weiß. Die Flügelschilder sind blau, durchsetzt mit einigen wenigen weißen Federn. Am Ende des Flügelschildes befindet sich eine sehr breite weiße Flügelbinde. Schwungfedern und Schwanz sind schiefergrau. Über die Steuerfedern zieht sich eine schwarze Binde. Der Rücken ist bläulich mit einer kleinen, dreieckigen, weißen Stelle zwischen den Schultern. Die Tauben sind durch diese alleinige und ungewöhnlich breite weiße Flügelbinde einzigartig gezeichnet, zumal sich bei keiner anderen Taubenrasse etwas entsprechend vergleichbares finden lässt.

Budapest in Pesti Kék - Pester blaue

Budapester Hochflieger in Pesti Kék - Pester blaue

Die weißschwingigen Budapester Hochflieger

Die weißschwingigen Budapester Hochflieger (Budapesti magasröptü csapos keringö) sind überwiegend Flugtauben, die mit ständigen schnellen Flügelschlägen in fest geschlossenen Schwärmen sehr hoch und 2-4 Stunden lang aktiv sind. Verwandtschaftlich stehen sie vermutlich den Altösterreichischen Weißschlag Hochfliegern sehr nahe, wurden aber in Ungarn zu ihrem heutigen schnittigen Aussehen durchgezüchtet. Sie ähneln sehr den Budapester kranzhalsigen Hochfliegern. Es sind mittelgroße Tümmlertauben mit aufgerichteter Stellung, deren Kopf etwas gezogen und schmal, dabei ganz leicht kantig ist. Der Schädel ist flach, das Genick gut abgerundet, der Schnabel mittellang und wird etwas nach unten geneigt getragen. Letzterer ist schwarzgrau bei den Schwarzen und Blauen, aber hellhornfarbig mit rötlichem Anflug bei Roten und Gelben. Die hellen Perlaugen sind mit einigen kleinen, rötlichen Adern durchsetzt und mit lichtblauem Stich . Die Augenränder sind zweireihig, aber trotzdem schmal, zudem feingewebt, bei schiefergrauer Färbung bei Schwarzen und Blauen, aber hell bzw. pergamentfarbig bei Roten und Gelben. Der mittellange Hals verjungt sich zum Kopf hin und zeigt eine gut ausgeschnittene Kehle. Die breite Brust tritt etwas hervor. Der Rücken ist zwischen den Schultern breit und fällt nach hinten leicht ab. Die langen und relativ breiten Flügel liegen fest am Körper an. Die Schwingen werden auf dem Schwanz liegend getragen. Die Beine sind mittellang und die Krallen sind immer weiß. Es gibt unbefiederte und bestrumpfte Linien. die Bestrumpften haben immer eine weiße Fußbefiederung Bei farbiger Zeichnung in Schwarz, Blau, Rot oder Gelb sollen die ersten 6-7 Schwungfedern an jedem Flügel weiß sein. Die Csapos sind außerhalb ihrer Heimat nur wenigen Züchtern bekannt und selbst in Ungarn sind diese sehr selten anzutreffen, die Roten und Gelben sind nur noch vereinzelt vorhanden. Es ist schwierig noch welche zu bekommen, vor allem reine genetische Zuchtstämme. Aber es gibt mittlerweile in Deutschland Züchter die sich ihrer angenommen haben und diese nicht nur züchten sondern auch mit ihnen fliegen und dabei sehr gute Flugleistungen erbringen konnten.

Vereinzelt gibt es Wiener Hochflugzüchter die Csapos (Weißschlagtümmler) zur Kennzeichnung ihres Wiener Schwarms benutzen und diese als sogenannte "Sklaven" halten, auch gibt es Behauptungen, dass Weißschlagtümmler nie und nimmer die Leistungen von Wiener Hochfliegern erbringen können. Nun ich behaupte, wenigstens was die Budapester Csapos (Weißschlagtümmler) anbelangt, dass diese wesentlich bessere Flugleistungen zustande bringen und vor allem auch noch einen gesunden Orientierungssinn besitzen und sehr selten abdrehen. (Siehe Flugprotokoll 2001/2002 der DHC Gruppe Rheinland).


Csapos vor dem Flug


Einige Csapos bei Dieter Tödtemann,Alsdorf/Aachen.
Mehr in Artikel Csapos auf unsere HP.


Zucht und Flugleistung

In der Zucht sind alle Budapester Hochflieger sehr fleißig, eben weil es kleine agile Tauben sind. Meistens sind alle Gelege befruchtet. Die Jungtauben kann man relativ früh absetzten, damit sie sich die Gegend früh genug anschauen können, denn aus eigener Erfahrung weis ich, dass die Budapester wenn sie das erste Mal fliegen schon sehr hoch steigen und auch ziemlich ungestüm herumfliegen. Daher ist es von enormen Vorteil wenn sie mit der Gegend vertraut sind. Innerhalb von 2 -3 Tagen fliegen sie auch schon im Stich, es sind eben echte Hochflieger. Die jungen Budapester streifen in der ersten Woche auch wie Wiener Hochflieger und bleiben schon 1-3 Std. in fast allen Höhen, sie steigen sehr schnell und bleiben auch oben. Innerhalb der zweiten Trainingswoche festigt sich der Stich und man sieht das eigentliche Flugvermögen dieser brillanten Hochflieger; Kaum vom Schlag abgeflogen, erheben Sie sich gleichmäßig, stetig spiralförmig in die Höhe aufsteigend. In der mittleren Höhe werden die Bewegungen schneller, es beginnt ein lebhaftes Aufschrauben bis zur Oberluft. Der Schwarm brilliert mit seiner imposanten Kraft mit der er in engen Spiralen, die mit Eleganz und Leichtigkeit vollführt werden, nach oben steigt,. Der ganze Schwarm schmilzt allmählig zu einem silbergrauen Punkt zusammen, der trotz bewaffneten Auges nur mehr beim Schwenken durch brechen der Lichtstrahlen der aufgehende Sonne sichtbar wird. Das geübte Auge des Züchter oder auch Hochflugrichter strahlt dann vor Freude seinen Stich in Flimmerhöhe zu wissen und er verfolgt diesen so gut es geht. Oft verliert er ihn für 20 - 30 Minuten aus den Augen, es ist daher auch kein Wunder wenn der Laie das Hinaufschauen schon längst aufgegeben hat; denn er sieht ja nicht mehr als das blaue Firmament. Es kann leicht passieren, dass der gesamte Stich für eine ganze Stunde und mehr verschwunden bleibt und man selbst mit einem ungutem Gefühl wartet ob der Stich je wieder auftaucht, umso erleichterter ist man wenn die Tiere wieder sichtbar werden. Flugzeiten von 6 - 7 Stunden sind keine Seltenheit bei gut durchgezüchteten und trainierten Tieren.

Da die meisten Budapester Hochflieger in der Regel wesentlich länger als die Wiener Hochflieger fliegen, ist die Zahl der Züchter in letzter Zeit stetig zurückgegangen, was eigentlich schade ist. Einzig und alleine die Zahl der Züchter der Budapester kranzhalsigen Hochflieger steigt an, da diese Tiere miterweilen auch ausgestellt werden und zudem noch fliegen. Es bleibt zu hoffen, dass der ungebremste Flugwille der Budapester noch recht lange erhalten bleibt und nicht den Schönheitsidealen weichen muss. Es wäre wirklich schade darum !.

Schwarm Budapester Hochflieger

Schwarm Budapester Hochflieger
bei Spfr. Josef Heiserer in Rottenbuch, Bayern




© November 2004, DHC- Gruppe Rheinland
 
kirsehirli_king@hotmail.de.tl  
   
www.donnerwetter.de  
   
Sie sind der 31575 Besucher (54855 Hits) Besucher !!
Diese Webseite wurde kostenlos mit Homepage-Baukasten.de erstellt. Willst du auch eine eigene Webseite?
Gratis anmelden